November 20

Aufbruchstimmung

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Gedanken

In den letzten Wochen hat sich einiges verschoben. Vieles hat in mir seinen Platz gefunden. Ich habe Klarheit gewonnen. Ein Wunsch hat sich in meinen Kopf eingebrannt: Ich will die Alpen zu Fuß überqueren. Ich muss das tun!

Die Planungen laufen auf Hochtouren. Ich recherchiere. Schaue mir mögliche Routen an. Lese über Ausrüstung, die benötigt wird – und bin frustriert, weil mich der Bänderriss vom unabdingbaren Training abhält. Ich tue, was möglich ist, aber das reicht mir nicht!

Der Plan

Doch heute – heute wird es anders. Ich besuche meine Tochter. Der Plan: Ich fahre heute Abend mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Frankfurt. Dort werde ich 7 Stunden Zeit haben, um auf den ersten Zug am Freitagmorgen zu warten. Von dort geht es weiter nach Oberammergau.

Bis Samstagabend habe ich Zeit mit meiner Tochter zu verbringen. Sonntag geht es mit den Öffentlichen zurück nach Hause. Montagmorgen muss ich um 6 Uhr wieder auf der Arbeit sein.

Herausforderungen

Eine Menge Herausforderungen. Die Nacht auf dem Flughafen ist bewusst gewählt. Ein Ort ohne Zeit, ohne Regeln, ohne Druck. Ein Ort der Reisefieber, den Geruch von Freiheit und Weite verspricht.

Nicht zu vergessen: der Sonntag. Ein harter Ritt. Morgens um 5 Uhr geht der Zug. Um ihn zu erreichen, muss ich rund 4km zu Fuß ins Tal. Im Dunkel bei Schnee und Kälte. Das wird nicht einfach. Ich muss bis spätestens 23 Uhr zurück sein. Danach erreiche ich mein zu Hause nicht mehr mit den Öffentlichen. Viel schief gehen, darf nicht – aber ich bin sicher, dass alles gutgehen wird.

Ich spüre den mentalen Druck, den Zeitdruck. Dieses leichte Kribbeln, das kommt, wenn es ernst wird. Vorfreude!

Vorbereitungen

Vorbereitungen? Kaum. Ich möchte improvisieren. Bewusst. Ich habe nicht mal einen Rucksack rausgelegt. Fürs Packen bleiben mir maximal 30 Minuten nachdem ich von der Arbeit komme. Dann muss ich mich auf dem Weg zum Bus machen.

Ziele

Sinn und Zweck der ganzen Veranstaltung? Vaterpflichten, die ich nicht aus der Ferne erfüllen kann. Der positive Nebeneffekt ist, dass ich ausprobieren kann, ob die Nutzung des D-Tickets für das anstehende Training eine Option ist. Ja, ich kann hier zu Hause das Wandern trainieren. Fitter werden. Mutiger. Entschlossener. Aber wenn ich die Alpen überqueren will, muss ich in den Alpen trainieren. Gratwanderungen, Hängebrücken. Nichts davon wird einfach für mich. Ich brauche Erfahrungen – nicht nur Fitness. Ich muss mich mit den Bedingungen in den Alpen vertraut machen.

Was mir dabei hilft? Ich liebe die Alpen! In diesem Sinne…dranbleiben. Der Reisebericht folgt bald.


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